Katholischer Burschenverein
Wissing




Chronik

Gründung bis Zwangsauflösung

Am 17. Juni des Jahres 1932 trafen sich etliche Burschen aus dem Dorf mit Pfarrer Jakob Heindl in der Gastwirtschaft Rausch zur Gründung eines katholischen Burschenvereins. Die erste Vorstandschaft ist leider nicht mehr bekannt, aber Präses wurde Pfarrer Jakob Heindl und Vereinsgaststätte das Gasthaus Rausch. Noch im selben Jahr fand ein großes Fest mit Fahnenweihe statt, an dem sich zahlreiche Vereine aus der Umgebung beteiligten. Diese Fahne bestand aus den Burschenfarben Grün-Weiß-Rot, auf einer Seite war die Aufschrift "Kath. Burschenverein Wissing" auf der anderen das Wappen der Burschenvereine mit den Kennbuchstaben K. B. V. B. aufgenäht. Weitere Beschreibungen vor dem 2. Weltkrieg gibt es leider nicht, da die schriftlichen Unterlagen 1933, als die NSDAP an die Macht kam, zerstört wurden. Zugleich wurde das Vereinsvermögen beschlagnahmt und der Burschenverein Wissing verboten und aufgelöst. Das einzige Stück, das gerettet werden konnte war die Vereinsfahne, sie wurde noch rechtzeitig im Pfarrhof versteckt.

Wiedergründung bis Ende der 60er Jahre

Das Vereinsleben ruhte von diesem Zeitpunkt an. Die Idee und der Gedanke alter Burschentradition lebte aber weiter und so wurden die Ideale des Burschenvereins Wissing nach 19 Jahren wieder ins Leben gerufen. Vor allem der Treibenden Kraft Josef Baier ist es zu verdanken, dass sich am 31. August 1952 22 Jugendliche in der Gastwirtschaft Rausch trafen um den Verein wieder zu beleben. Als erster Vorstand wurde Xaver Benz gewählt, als Präses stand uns wieder Pfarrer Jakob Heindl zur Seite. Die Fahne wurde aus seinem Versteck geholt und die Vereinsaktivitäten wieder aufgenommen. Erste Aktivität des Vereins war noch im selben Jahr die Totenwache im Pfarrhof des verstorbenen Pfarrers Heindl. Die ganze Nacht wurde Wache gehalten, alle zwei Stunden abgewechselt und die Pfarrersköchin kümmerte sich um die Verpflegung.

1953 wurde Pfarrer Alois Iberl neuer Präses des Vereins. Von nun an wurde sich einmal im Monat im Pfarrhof zu einer Gruppenstunde getroffen. Diese wurde oft, zum einstudieren von Volkstänzen und Volksliedern, vom damaligen Jugendpfarrer Netter besucht. Weiterhin wurde sich jede Woche am Samstag in der Vereinsgaststätte Rausch zum Gesellschaftstag getroffen.

In den 50- und 60er Jahren wurde auch jedes Jahr ein Faschingsball mit Prinz- Prinzessin und Hochmarschall im Gasthaus Rausch abgehalten. In dieser Zeit wurden auch Altennachmittage beim Wirt vom Burschenverein durchgeführt, dieses wurde aber später von der KAB übernommen.

Mitte der 50er Jahren wurden vom Burschenverein im ganzen Dorf Baumpflanzungen vorgenommen. Ein großes Ereignis war es, als Ende der 50er Jahre auf dem Dorfplatz vor der Kirche ein Bulldogtreffen mit Fahrzeugweihe veranstaltet wurde, dies war ein Riesen Spektakel da der ganze Dorfplatz voll mit Traktoren stand. Von 1958 bis Ende der 60er Jahre wurde im Gasthaus Rausch jedes Jahr ein Theater aufgeführt. Hier wurden Stücke gezeigt wie: "Die Geisterbraut", "Die Rache der Sennerin" oder "Nu amai a Lausboa sei".

1970 bis 1984

Einer der Höhepunkte des Vereinslebens war am 07.08.1977 die Einweihung des sich in Richtung Dasswang befindenden Sportplatzes. In mühevoller Arbeit wurde der Platz eben geräumt und angesät. Von dieser Zeit bis in die 90er Jahre hinein wurde auf diesem Sportplatz jedes Jahr ein Fußballturnier abgehalten. An diesen nahmen jedes Jahr vier Mannschaften teil, dies wahren meist ein Team aus Kemnathen, eins aus Schnufenhofen, eins aus Wissing und ein viertes Team das aber öfters wechselte.

1978 wurde der bis heute noch stattfindende monatliche „Stammtisch“ eingeführt. Dieser findet an jedem ersten Montag im Monat statt. Bei diesem Stammtisch wird besprochen was im ganzen Monat zu erledigen ist und welche Aktivitäten bevorstehen. An diesem Tag können außerdem auch neue Mitglieder dem Verein beitreten, diese müssen als Einstand eine Liesel bezahlen.

1985 bis heute

Im Jahre 1985 wurden in der Scheune des damaligen Vorstands zwei Grillhäuschen gebaut, diese bestehen heute noch. Bei diesen Arbeiten muss man besonders Reinhardt Pöllinger hervorheben, der die beiden Häuschen fast alleine errichtet hat. Im selben Jahr wurden auch zwei Alutore mit Netz für den Fußballplatz angeschafft.

In den Jahren 1984/85 wurde ein Dorffest veranstaltet. 1984 fand dies am Dorfplatz vor der Kirche statt, 1985 auf der Burgmauer. Darauf folgte ein Jahr Pause und 1987 wurde es zu einer Rocknacht umgewandelt, dieses mittlerweile schon fast zur Tradition gewordene Fest wurde bis Anfang der 90er Jahre immer im Frühjahr abgehalten, dieser Termin passte dann aber nicht mehr und man legte sich auf den 2. Oktober fest. Ausgerichtet wurde es bis 1997 in der Dürr Halle, und seit 1999 in der Stoabauernhalle. Im dazwischen liegendem Jahr 98 fand keine Rocknacht statt. In den ersten fünf Jahren sorgte die Band "Skyline" für Unterhaltung, die nächsten Jahre die Band "Smash", die später Akut hieß und das letzte Jahr die Band "King Schlayer".

Das größte Ereignis der 90er Jahre war 1995 der Bau eines Vereinshäusels am Fußballplatz. Dieser Bau ging ziemlich schnell von statten, da man Anfang November mit dem Bauen begann und bereits an Silvester die Einweihungsfeier abhalten konnte.

Mit der Schließung des Gasthauses Hyronimus im selben Jahr war kein Wirt mehr im Dorf der mehrtägig in der Woche offen hatte, so trafen sich die Jugendlichen immer im Häusel und hielten hier auch einige Feste ab. Da der Bau des Häusel aber nur als Geräteschuppen genehmigt war lies der Ärger auch nicht lange auf sich warten. Die Gemeinde beschwerte sich, es gab einen Riesen Tumult und man durfte keine Feste mehr im BV-Häusel abhalten.

Einer der Höhepunkte der geselligen Veranstaltungen ist wohl der schon seit Mitte der 50er Jahren alljährlich stattfindende Vereinsausflug, der seit 1987 zum über die Grenzen von Wissing hinaus berühmten Skiausflug wurde. Zu vorrückender Stunde erklangen Burschenlieder schon auf Skihütten im Zillertal, Ötztal, Pitztal, Grödnertal, in Schladming, Zell am See, Brixen am Kronplatz, oder in der Drosselgasse von Rüdesheim. Die fetzige Gaudi, die Geselligkeit und die Kameradschaft machen diese Ausflüge alle Jahre wieder zu unvergesslichen Erlebnissen. Die hohe Kunst des Skifahrens haben sich manche zwar noch verinnerlicht, doch in Sachen Apre's-Ski machte uns noch niemand was vor.

Die stattliche Zahl von mittlerweile 58 Mitgliedern beweist, dass der Burschenverein bei der Jugend in Wissing und sogar in der näheren Umgebung noch willkommen ist. In der heutigen Zeit ist dies besonders hervorzuheben, da die Jugendlichen durch viele Angebote zur Unterhaltung wirklich Idealismus aufbringen müssen, um für solche Aufgaben die Zeit zu opfern. Durch die großartige Unterstützung von Freunden und Gönnern des Vereins, hofft man auch weiterhin eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen und kulturellen Leben in unserem Dorf zu spielen.


aktuell
Aktuelles

Rocknacht Wissing

mit der LIVEBAND
PITCH Black
Mo 02.10.2017 am Sportplatz in Wissing
Einlass ab 16 Jahren
und ab 20:00 Uhr



Zeltabbau

Am Samstag den 09.10.2017
Beginn: 8 Uhr am Sportplatz Wissing
Es sind Alle recht herzlich Willkommen.



Neue Vorstandschaft

1.Vorstand: Seßler Thomas
2.Vorstand: Götz Markus
3.Vorstand: Stöckl Patrick
1.Kassier: Waffler Sebastian
2.Kassier: Löhlein Werner
Schriftführer: Hengl Stephan